Überblick: Alle Kaufnebenkosten

| Kostenart | Betrag | Bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5–6,5 % | 14.000–26.000 € |
| Notarkosten | ca. 1–1,5 % | 4.000–6.000 € |
| Grundbucheintrag | ca. 0,5 % | 2.000 € |
| Maklercourtage (Käuferanteil) | 1,75–3,57 % | 7.000–14.280 € |
| Gutachter (optional) | 800–2.500 € | 800–2.500 € |
| Gesamt (ohne Makler) | ca. 5–8 % | 20.000–32.000 € |
| Gesamt (mit Makler) | ca. 8–12 % | 32.000–46.000 € |
Notarkosten im Detail
Notargebühren sind gesetzlich geregelt (GNotKG) und nicht verhandelbar. Sie richten sich nach dem Kaufpreis:
- Kaufvertrag-Beurkundung: ca. 0,5–0,8 % des Kaufpreises
- Auflassungsvormerkung: ca. 0,1–0,2 %
- Grundschuld-Bestellung: ca. 0,1–0,2 %
- Vollzugskosten (Grundbuchamt): ca. 0,3–0,5 %
Praxis-Tipp: Notar wählt der Käufer. Mehrere Notare haben exakt gleiche Gebühren (gesetzlich geregelt) — wählen Sie nach Erreichbarkeit und Reaktionszeit.
Maklerprovision: Was ist Pflicht?
Seit Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision hälftig. Typische Gesamtprovision: 6–7 % inkl. MwSt. Käuferanteil: 3–3,57 %. Bei Privatverkäufen ohne Makler: keine Provision.
Wann entstehen welche Kosten?
- Notartermin: Notarrechnung 4–6 Wochen nach Beurkundung fällig
- Grunderwerbsteuer: Steuerbescheid 4–6 Wochen nach Beurkundung, Zahlung 4 Wochen danach
- Grundbuchkosten: Nach Eintragung, ca. 3–6 Monate nach Beurkundung
- Makler: Meist bei Beurkundung oder kurz danach fällig
Wo lässt sich sparen?
- Ohne Makler kaufen: Spart 7.000–14.000 € — aber nur bei direktem Kontakt mit Eigentümer
- Küche/Möbel vom Kaufpreis abziehen: Reduziert Grunderwerbsteuer-Bemessungsgrundlage
- KfW-Förderprogramme: Zinsgünstige Finanzierung spart laufende Kosten
- Energieeffizienz-Bonus: Sanierte Objekte → günstigere Kreditkonditionen