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Immobilienmarkt 2026: Jahresrückblick und Ausblick auf 2027

Wie war das Immobilienjahr 2026? Was hat sich stabilisiert, was ist überraschend gelaufen und was bedeutet das für Käufer und Investoren im Jahr 2027?

Immobilienmarkt 2026: Jahresrückblick und Ausblick auf 2027

Immobilienmarkt 2026: Rückblick auf ein Wendejahr

Immobilienmarkt 2026: Jahresrückblick und Ausblick auf 2027

2026 wird als Jahr der Stabilisierung in die Immobiliengeschichte eingehen. Nach dem harten Preisrückgang 2022–2024 haben sich die Märkte in Deutschland erholt — aber nicht überall gleichmäßig. Wie wir in unserer Marktprognose zu Beginn des Jahres vorhergesagt haben, war die Entwicklung regional sehr unterschiedlich.

Was 2026 passiert ist

Kaufpreise

  • A-Lagen (München, Frankfurt, Hamburg): +3–6 % — Erholung spürbar
  • B-Lagen (Stuttgart, Köln, Hannover): +1–3 % — moderate Erholung
  • Ost-Städte (Leipzig, Dresden, Erfurt): +3–5 % — stärker als erwartet
  • Ländlicher Raum: −1–+1 % — Stagnation

Mieten

  • Neuvermietungsmieten: +5–9 % in Großstädten
  • Bestandsmieten: +2–4 % durch Mieterhöhungen und Indexanpassungen
  • Mietrenditen: Haben sich verbessert, da Mieten schneller gestiegen als Kaufpreise

Zinsen

  • Bauzinsen 2026: Begann bei 4,1 %, sank auf 3,5–3,8 % zum Jahresende
  • EZB: Hat 2× Leitzins gesenkt — stärkt Finanzierbarkeit

Was 2026 überraschend war

  • Neubau-Kollaps tiefer als erwartet: Nur 215.000 Fertigstellungen — Wohnungsmangel verschärft
  • Ost-Erholung: Dresden und Leipzig haben A-Städte bei Preiswachstum überholt
  • Auslandsinteresse: Käufer aus Österreich, Schweiz, Niederlanden entdecken deutschen Markt
  • WEG-Konflikte: Gestiegene Energiekosten sorgen für Streit über Sanierungspflichten

3 Lektionen aus 2026

  1. Energieeffizienz ist kein "Nice-to-have" mehr — F/G-Objekte verlieren real an Wert
  2. Neubau bleibt knapp — Bestandsimmobilien werden wertvoller
  3. Wer in B/C-Städten mit soliden Fundamentaldaten kauft hat 2026 gut abgeschnitten

Ausblick 2027

Detaillierte Prognose in unserem Marktausblick 2027. Kurzversion: EZB-Zinssenkungen dürften Bauzinsen auf 3,0–3,5 % drücken — das verbessert Finanzierbarkeit und treibt Nachfrage. Angebot bleibt knapp. Mieten steigen weiter.

Weiterführende Ratgeber

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