Immobilienmarkt 2026: Rückblick auf ein Wendejahr

2026 wird als Jahr der Stabilisierung in die Immobiliengeschichte eingehen. Nach dem harten Preisrückgang 2022–2024 haben sich die Märkte in Deutschland erholt — aber nicht überall gleichmäßig. Wie wir in unserer Marktprognose zu Beginn des Jahres vorhergesagt haben, war die Entwicklung regional sehr unterschiedlich.
Was 2026 passiert ist
Kaufpreise
- A-Lagen (München, Frankfurt, Hamburg): +3–6 % — Erholung spürbar
- B-Lagen (Stuttgart, Köln, Hannover): +1–3 % — moderate Erholung
- Ost-Städte (Leipzig, Dresden, Erfurt): +3–5 % — stärker als erwartet
- Ländlicher Raum: −1–+1 % — Stagnation
Mieten
- Neuvermietungsmieten: +5–9 % in Großstädten
- Bestandsmieten: +2–4 % durch Mieterhöhungen und Indexanpassungen
- Mietrenditen: Haben sich verbessert, da Mieten schneller gestiegen als Kaufpreise
Zinsen
- Bauzinsen 2026: Begann bei 4,1 %, sank auf 3,5–3,8 % zum Jahresende
- EZB: Hat 2× Leitzins gesenkt — stärkt Finanzierbarkeit
Was 2026 überraschend war
- Neubau-Kollaps tiefer als erwartet: Nur 215.000 Fertigstellungen — Wohnungsmangel verschärft
- Ost-Erholung: Dresden und Leipzig haben A-Städte bei Preiswachstum überholt
- Auslandsinteresse: Käufer aus Österreich, Schweiz, Niederlanden entdecken deutschen Markt
- WEG-Konflikte: Gestiegene Energiekosten sorgen für Streit über Sanierungspflichten
3 Lektionen aus 2026
- Energieeffizienz ist kein "Nice-to-have" mehr — F/G-Objekte verlieren real an Wert
- Neubau bleibt knapp — Bestandsimmobilien werden wertvoller
- Wer in B/C-Städten mit soliden Fundamentaldaten kauft hat 2026 gut abgeschnitten
Ausblick 2027
Detaillierte Prognose in unserem Marktausblick 2027. Kurzversion: EZB-Zinssenkungen dürften Bauzinsen auf 3,0–3,5 % drücken — das verbessert Finanzierbarkeit und treibt Nachfrage. Angebot bleibt knapp. Mieten steigen weiter.