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Hauskauf: Diese Nebenkosten werden fast immer unterschätzt

Beim Hauskauf rechnen viele nur mit Kaufpreis und Grunderwerbsteuer. Doch Notar, Makler, Umzug, Renovierung und Erstausstattung summieren sich schnell auf 20–30 % extra. Die vollständige Übersicht.

Hauskauf: Diese Nebenkosten werden fast immer unterschätzt

Das unterschätzte Nebenkosten-Phänomen

Hauskauf: Diese Nebenkosten werden fast immer unterschätzt

„Ich kann mir eine Immobilie für 400.000 € leisten" — und dann fehlen bei Abschluss 50.000 €. Das passiert regelmäßig, weil Käufer die Nebenkosten vergessen oder unterschätzen. Die gute Nachricht: Wer alle Kosten kennt, kann realistisch planen.

Die gesetzlichen Kaufnebenkosten (unvermeidbar)

KostenartProzentsatzBei 400.000 € Kaufpreis
Grunderwerbsteuer (Bayern)3,5 %14.000 €
Grunderwerbsteuer (NRW)6,5 %26.000 €
Notar + Grundbuchca. 1,5 %6.000 €
Maklercourtage (Käufer)3,57 % (hälftig)14.280 €

Die oft vergessenen Zusatzkosten

KostenartTypischer Betrag
Umzugskosten1.500–5.000 €
Erstausstattung (Vorhänge, Lampen, Küche)5.000–30.000 €
Sofortrenovierung (Böden, Streichen)5.000–25.000 €
Gutachter bei der Besichtigung500–2.000 €
Schlösser tauschen200–500 €
Wohngebäudeversicherung (erste Zahlung)500–1.500 €/Jahr
Finanzierungskosten (Bearbeitungsgebühren)0–2 % der Kreditsumme

Gesamtübersicht: Was ein 400.000-€-Haus wirklich kostet

Kaufpreis: 400.000 €
Gesetzliche Nebenkosten (Bayern): ~24.000 €
Makler: 14.280 €
Erstausstattung + Renovierung: ~20.000 €
Umzug + Sonstiges: ~5.000 €
Gesamtbudget: ca. 463.000 € — nicht 400.000 €

Daumenregel für die Budgetplanung

Rechnen Sie für die gesetzlichen Kaufnebenkosten je nach Bundesland 9–12 % des Kaufpreises. Für Umzug, Renovierung und Erstausstattung weitere 5–10 %. Wer 15–20 % Reserve hat, ist auf der sicheren Seite.

Zur detaillierten Kalkulation der gesetzlichen Nebenkosten: Kaufnebenkosten berechnen. Grunderwerbsteuer je Bundesland: Grunderwerbsteuer im Bundesland-Vergleich.

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