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Kaufnebenkosten nach Bundesland: So viel zahlen Sie wirklich beim Immobilienkauf

Kaufnebenkosten können 7–15 % des Kaufpreises ausmachen. Wie hoch sie in jedem Bundesland sind, was Notar und Makler kosten und wie man realistisch kalkuliert.

Kaufnebenkosten nach Bundesland: So viel zahlen Sie wirklich beim Immobilienkauf

Kaufnebenkosten: Warum sie so wichtig sind

Kaufnebenkosten nach Bundesland: So viel zahlen Sie wirklich beim Immobilienkauf

Kaufnebenkosten werden beim Immobilienkauf häufig vergessen oder unterschätzt. Sie betragen je nach Bundesland und ob ein Makler involviert ist zwischen 7 % und 15 % des Kaufpreises. Bei 400.000 € sind das 28.000–60.000 €.

Wie wir in unserer Kaufnebenkosten-Erklärung gezeigt haben, setzen sich diese aus mehreren Komponenten zusammen.

Kaufnebenkosten nach Bundesland (2026)

BundeslandGrEStNotar/GBMaklerGesamt (min–max)
Bayern3,5 %~2,0 %0–3,57 %5,5–9,1 %
Sachsen3,5 %~2,0 %0–3,57 %5,5–9,1 %
Hamburg4,5 %~2,0 %0–3,57 %6,5–10,1 %
Baden-Württemberg5,0 %~2,0 %0–3,57 %7,0–10,6 %
Niedersachsen5,0 %~2,0 %0–3,57 %7,0–10,6 %
Hessen6,0 %~2,0 %0–3,57 %8,0–11,6 %
Berlin6,0 %~2,0 %0–3,57 %8,0–11,6 %
NRW6,5 %~2,0 %0–3,57 %8,5–12,1 %
Schleswig-Holstein6,5 %~2,0 %0–3,57 %8,5–12,1 %
Brandenburg / Thüringen6,5 %~2,0 %0–3,57 %8,5–12,1 %

Was steckt hinter den einzelnen Kostenpunkten?

Grunderwerbsteuer

Fällt für jedes Grundstück-/Immobiliengeschäft an. Keine Ausnahmen für Familien oder Erstkäufer (anders als in UK oder USA). Muss innerhalb 1 Monat nach Steuerbescheid gezahlt werden.

Notar- und Grundbuchkosten

  • Notargebühren: Nach GNotKG — ca. 1,0–1,5 % des Kaufpreises
  • Grundbuchgebühren: 0,3–0,8 % (Umschreibung + Auflassungsvormerkung)
  • Gesamt: Bei 400.000 € ca. 6.000–8.000 €

Maklercourtage

  • Seit 2020: Hälftige Teilung. Käufer zahlt 2,975–3,57 %
  • Manche Angebote ohne Provision ("provisionsfrei") — dann trägt Verkäufer die volle Courtage

Eigenkapital für Kaufnebenkosten: Warum das entscheidend ist

Banken finanzieren Kaufnebenkosten in der Regel NICHT. Sie brauchen mindestens die Kaufnebenkosten als Eigenkapital — plus idealerweise 20 % des Kaufpreises. Wer weniger hat, muss mit schlechteren Konditionen rechnen (höherer Zinssatz = mehr Kosten über Laufzeit).

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