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Ferienhaus auf Airbnb & Booking vermieten 2026: Tipps, Steuern und Genehmigungen

Ferienvermietung über Airbnb und Booking kann hohe Erträge bringen — aber auch Ärger mit Behörden und Steuern. Wir erklären, was Sie beachten müssen.

Ferienhaus auf Airbnb & Booking vermieten 2026: Tipps, Steuern und Genehmigungen

Ferienvermietung 2026: Boom und Regulierung

Airbnb, Booking.com, Fewo-direkt — die Plattformen boomen. Gleichzeitig regulieren Städte zunehmend die Kurzzeitvermietung. Wer sein Ferienhaus oder seine Zweitwohnung vermieten will, muss vieles beachten.

Genehmigungen: Wann ist eine Erlaubnis nötig?

Ferienhaus auf Airbnb & Booking vermieten 2026: Tipps, Steuern und Genehmigungen

Viele Städte haben Zweckentfremdungsverbote eingeführt, die Kurzzeitvermietung regulieren:

  • Berlin: Zweckentfremdungsverbot — ganze Wohnungen nur mit Genehmigung (und nur wenn Eigentümer selbst wohnt → Hauptwohnsitz)
  • München: Ähnlich Berlin — Vollvermietung ohne Genehmigung verboten
  • Hamburg: Wohnraumschutzgesetz — Genehmigung nötig bei Vollvermietung
  • Touristikregionen: Sylt, Mallorca-Reisen etc. — oft eigene Vorschriften

Wo kaum Regulierung: Ländliche Regionen, kleine Gemeinden — oft gar keine Vorschriften

Einnahmen: Was können Sie erzielen?

ObjektNächte/JahrØ TagespreisJahreseinnahmen (brutto)
Studio (25 m²) Berlin20080 €16.000 €
Ferienwohnung (70 m²) Bayern120150 €18.000 €
Ferienhaus (120 m²) Ostsee100300 €30.000 €
Villa (200 m²) Toskana80500 €40.000 €

Steuerliche Behandlung

Einkommensteuer

Einnahmen aus Ferienvermietung sind in der Regel Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Absetzbar sind alle Werbungskosten (anteilig bei gemischter Nutzung):

  • Gebäude-AfA (2 % p. a.), Möbel-AfA (10 Jahre)
  • Plattformgebühren (Airbnb nimmt ca. 3 % Provision)
  • Reinigungskosten, Wäscheservice
  • Versicherungen, Grundsteuer
  • Marketing und Fotografie

Umsatzsteuer

Kurzzeitvermietungen (unter 6 Monate) sind umsatzsteuerpflichtig (19 %) — Ausnahme: Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) bis 22.000 €/Jahr Umsatz. Über dieser Grenze: Umsatzsteuer abführen, aber auch Vorsteuer geltend machen.

Gewerbesteuer

Bei "hotelmäßiger Beherbergung" (tägliche Reinigung, Handtücher, Rezeption etc.) kann Gewerbesteuerpflicht entstehen. Einfache Ferienwohnungsvermietung ohne Serviceleistungen ist meist nicht gewerblich.

Airbnb: Was Sie über die Plattform wissen müssen

  • Gastgeberprovision: 3 % des Buchungspreises
  • Automatisches Meldewesen in vielen Städten (Airbnb leitet Daten an Behörden weiter)
  • Versicherungspaket "AirCover" bis 1 Mio. USD (Gastgeberschutz)
  • Steuermeldung: Airbnb meldet Einnahmen ab bestimmten Beträgen an das Finanzamt

Checkliste: Vor dem ersten Gast

  • ☑ Genehmigung prüfen (Zweckentfremdungsverbot der Gemeinde)
  • ☑ Haftpflichtversicherung für Ferienvermietung
  • ☑ Hausordnung erstellen (in Sprache der Gäste)
  • ☑ Schlüsselbox oder Schlosswechsel-Regelung
  • Energieausweis vorhanden (auch für Ferienwohnungen Pflicht)
  • ☑ Meldepflicht für Touristen prüfen (Kurtaxe, Tourismusabgabe)
  • ☑ Steuerberater einschalten

Weiterführende Artikel: Ferienwohnung Steuern | Ferienimmobilie kaufen | Möbliert vermieten

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