Warum altersgerechter Umbau immer wichtiger wird

Deutschland altert — und die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben. Stolperfallen, schmale Türen und fehlende Haltegriffe können das verhindern. Altersgerechter Umbau schafft Abhilfe — und lässt sich gut fördern. Mehr zur Förderung in unserem KfW-Förderratgeber 2026.
Typische Maßnahmen und Kosten
| Maßnahme | Kosten (Richtwert) |
|---|---|
| Haltegriffe im Bad (Dusche, WC) | 300–800 € |
| Bodengleiche Dusche (Umbau) | 3.000–8.000 € |
| Türverbreiterung (mind. 90 cm) | 500–2.000 € je Tür |
| Schwellenfreier Eingangsbereich | 1.000–5.000 € |
| Treppenliftsystem innen | 8.000–20.000 € |
| Aufzug (in MFH nachrüsten) | 50.000–150.000 € (WEG-Beschluss) |
| Bad komplett altersgerecht umbauen | 15.000–35.000 € |
| Smart Home / Sturzmelder | 2.000–8.000 € |
KfW-Förderung altersgerechtes Wohnen (Kredit 159 / Zuschuss 455-B)
- KfW 159: Kredit bis 50.000 € je Wohneinheit, günstige Konditionen für altersgerechte Umbauten
- BAFA / KfW 455-B: Investitionszuschuss bis 6.250 € pro Wohneinheit (12,5 % der förderfähigen Kosten)
- Förderfähig: Einbruchschutz, Barrierefreiheit, Smart Home, Umbau Bad/Eingang
- Antrag vor Maßnahmenbeginn stellen!
Wie wirkt Barrierefreiheit auf den Immobilienwert?
Barrierefreiheit steigert den Wert — aber nicht linear mit den Kosten:
- Einfache Maßnahmen (Haltegriffe, Türverbreiterung): Kaum messbarer Werteinfluss, aber wichtig für Vermietbarkeit an ältere Mieter
- Kompletter Umbau Bad + Eingang: +2–5 % Werteinfluss bei Immobilien über 300.000 €
- Aufzug im MFH: Kann Vermietbarkeit aller Obergeschosswohnungen erheblich verbessern — bis +10 % je Einheit
WEG und Barrierefreiheit: Was der Beschluss kostet
Seit WEG-Reform 2020 können Eigentümer einfacher Maßnahmen zur Barrierefreiheit beschließen oder auf eigene Kosten umsetzen (§ 20 WEGnF). Ein Aufzug braucht noch immer Mehrheitsbeschluss — kann aber bei begründetem Bedarf erzwungen werden.