Wie wirkt sich PV auf den Immobilienwert aus?

Photovoltaik steigert den Immobilienwert — aber nicht automatisch in Höhe der Investitionskosten. Gutachter bewerten PV-Anlagen nach dem Ertragswert der zukünftigen Einspeisevergütungen plus Eigenverbrauchsersparnis.
Was eine PV-Anlage kostet und bringt (2026)
| Anlagengröße | Investitionskosten | Jährlicher Ertrag | Wertsteigerung Immobilie |
|---|---|---|---|
| 5 kWp (EFH klein) | 8.000–12.000 € | 1.800–2.200 kWh/Jahr | 6.000–10.000 € |
| 10 kWp (EFH mittel) | 14.000–20.000 € | 3.500–4.500 kWh/Jahr | 12.000–18.000 € |
| 15 kWp (EFH groß) | 18.000–26.000 € | 5.000–6.500 kWh/Jahr | 16.000–24.000 € |
Faustregel: Wertsteigerung ca. 70–85 % der Investitionskosten — nicht 100 % (Rest = Amortisation durch Stromeinsparung).
Was Gutachter bei der Bewertung berücksichtigen
- Restlaufzeit der EEG-Einspeisevergütung (20 Jahre ab Inbetriebnahme)
- Einspeisevergütung aktuell: ~8 Cent/kWh (2026)
- Eigenverbrauchsanteil: Jede kWh selbst verbraucht = Strompreis gespart (ca. 30–35 Cent/kWh)
- Zustand der Anlage (Wechselrichter, Module, Monitoring)
- Dachausrichtung und Verschattung
Fördermöglichkeiten 2026
- KfW 270: Kredit für Photovoltaik (bis 150.000 €, günstige Konditionen)
- Steuerbefreiung ab 2023: Umsatz aus PV bis 30 kWp steuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG) — kein Steueraufwand mehr
- Nullsteuersatz MwSt: Kauf und Einbau von PV bis 30 kWp: 0 % MwSt seit 2023
- Mehr Details in unserem KfW-Förderratgeber
PV + Wärmepumpe: Optimale Kombination
PV-Strom direkt für Wärmepumpe nutzen: COP der WP × PV-Eigenverbrauch = maximale Effizienz. Eigenverbrauchsquote steigt von ~30 % auf ~60–70 % mit Wärmepumpe oder Speicher.