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Nachrüstpflichten für Gebäude 2026: Was das GEG von Eigentümern verlangt

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt bestimmte Nachrüstungen für Bestandsgebäude vor. Was beim Eigentümerwechsel gilt, welche Fristen laufen, und was bei Nichterfüllung passiert.

Nachrüstpflichten für Gebäude 2026: Was das GEG von Eigentümern verlangt

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG): Was es von Eigentümern verlangt

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) — seit 2020 in Kraft und seitdem mehrfach verschärft — enthält konkrete Nachrüstpflichten für Bestandsgebäude. Wer ein Gebäude kauft, erbt auch die darauf ruhenden Pflichten — selbst wenn der Voreigentümer sie vernachlässigt hat.

Die wichtigsten Nachrüstpflichten im Überblick

Nachrüstpflichten für Gebäude 2026: Was das GEG von Eigentümern verlangt
PflichtFristAusnahmen
Heizkessel älter als 30 Jahre (Ausnahme: Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel)Bei Eigentümerwechsel innerhalb 2 JahrenSelbstgenutzte 1-2-Familienhaus (bei Eigentumswerb nicht neu)
Oberste Geschossdecke dämmen (mind. 0,24 W/m²K)Bis Ende 2023 (Frist abgelaufen — ggf. Bußgeld)Ausgebaut oder bereits gedämmt
Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmenBei Erneuerung oder ErstinstallationTechnisch nicht möglich
Neue Heizungen ab 2024: mind. 65 % erneuerbare EnergieBei Neuinstallation oder AustauschÜbergangslösungen möglich

Was passiert bei Eigentümerwechsel?

Beim Kauf einer Immobilie trägt der neue Eigentümer die Nachrüstpflichten. Konkret:

  • Heizungsaustausch-Pflicht bei alten Kesseln: 2 Jahre nach Übernahme
  • Prüfung durch Energieberater empfehlenswert (vor dem Kauf — im Rahmen der Due Diligence)
  • Sanierungsfahrplan (iSFP) kann Fristen verlängern und Förderung optimieren

Was passiert bei Nichterfüllung?

Das GEG ermöglicht Bußgelder bis zu 50.000 € für Verstöße — die Durchsetzung ist in der Praxis jedoch noch lückenhaft. Wichtiger: Bei einem späteren Verkauf können nicht erfüllte Nachrüstpflichten den Wert mindern oder zu Schadensersatzansprüchen führen.

Sanierungsfahrplan (iSFP): Schlüssel zu mehr Förderung

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) — erstellt von einem Energieberater — zeigt einen Pfad zur energetischen Sanierung des Gebäudes in mehreren Schritten. Vorteile:

  • +5 % Förderung bei BEG-Einzelmaßnahmen
  • Strukturierte Planung verhindert Fehlinvestitionen
  • Rechtlich als Nachweis der Bemühung anerkannt

Zu Energieeffizienz und Sanierungsförderung: Energetische Sanierung: Förderungen im Überblick. Wie energetischer Zustand den Wert beeinflusst: Sanierungsstau und Immobilienwert.

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