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Energetische Sanierung: Was lohnt sich 2026 wirklich?

Wärmedämmung, Fenster, Heizung: Welche Sanierungsmaßnahmen sich 2026 rechnen, welche Förderungen es gibt und wie Sie die Reihenfolge richtig wählen.

Energetische Sanierung: Was lohnt sich 2026 wirklich?

Warum energetisch sanieren?

Energetische Sanierung spart Energiekosten, erhöht den Immobilienwert und ist bei vermieteten Immobilien ab 2030 immer häufiger gesetzlich gefordert (GEG, EU-Gebäuderichtlinie). Doch nicht jede Maßnahme rechnet sich gleich gut. Hier die ehrliche Analyse 2026.

Welche Maßnahmen rechnen sich am besten?

Energetische Sanierung: Was lohnt sich 2026 wirklich?
MaßnahmeKostenJährl. EinsparungAmortisation
Dachdämmung (15 cm)80–150 €/m²200–400 €/Jahr8–15 Jahre
Kellerdeckendämmung30–60 €/m²100–200 €/Jahr5–10 Jahre
3-fach-Verglasung (Fenster)400–700 €/Stück80–150 €/Fenster/Jahr8–15 Jahre
Außendämmung (WDVS, 16 cm)120–200 €/m²300–600 €/Jahr15–25 Jahre
Heizung: Gas → Wärmepumpe15.000–30.000 €800–2.000 €/Jahr10–20 Jahre
Photovoltaik (10 kWp)15.000–25.000 €1.500–2.500 €/Jahr8–12 Jahre
Lüftungsanlage mit WRG8.000–15.000 €300–600 €/Jahr15–25 Jahre

Die richtige Sanierungsreihenfolge

Wichtig: Die Reihenfolge ist entscheidend! Wer zuerst eine neue Heizung einbaut und dann dämmt, hat die Heizung zu groß gewählt und verschenkt Potenzial.

  1. Luftdichtheit + Dach: Zuerst Wärmeverluste durch Dach und Undichtigkeiten stoppen
  2. Außenwände und Keller: Hülle schließen
  3. Fenster: Erst wenn Wände gedämmt sind (sonst Kältebrücken)
  4. Lüftung: Kontrollierte Lüftung nach Abdichtung notwendig (Schimmelschutz!)
  5. Heizung: Erst nach Dämmung die richtige Heizungsgröße berechnen
  6. Photovoltaik: Letzter Schritt — maximiert Eigenverbrauch der Wärmepumpe

Förderungen 2026: BEG und KfW

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

  • Einzelmaßnahmen (BEG EM): 15–20 % Zuschuss auf förderfähige Kosten
  • Heizungsaustausch (BEG EM Heizung): Bis 70 % Förderung möglich (Basisförderung + Bonus)
  • Wärmepumpe Basisförderung: 30 % + Effizienzbonus 5 % + Einkommensbonus 30 % = max. 70 %
  • Max. förderfähige Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit
  • Antrag: Über BAFA (Einzelmaßnahmen) oder KfW (Gesamtsanierung)

KfW-Kredit Energetische Sanierung (261)

  • Zinsgünstiger Kredit bis 150.000 € pro Wohneinheit
  • Tilgungszuschuss je nach Effizienzstandard (bis 45 %)
  • Ziel: Effizienzhaus 55, 40, 40 Plus

Sanierung und Mietrecht

Vermieter können 8 % der Modernisierungskosten p.a. auf die Miete umlegen (§ 559 BGB). Bei 20.000 € Sanierung: max. 1.600 €/Jahr = 133 €/Monat mehr Miete. Aber: Härteklappe für Mieter, Ankündigung 3 Monate vorher, Kappungsgrenze 3 €/m² in 6 Jahren beachten.

Checkliste: Energetische Sanierung planen

  • ☐ Energieberatung beauftragen (gefördert: 80 % über BAFA)
  • ☐ Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen
  • ☐ BEG-Förderantrag VOR Beauftragung stellen (rückwirkend nicht möglich!)
  • ☐ Angebote vergleichen: mind. 3 Fachbetriebe
  • Energieausweis nach Sanierung neu ausstellen lassen
  • ☐ Bei Vermietung: Mieter 3 Monate vor Beginn informieren
  • ☐ Handwerkerrechnungen aufheben (steuerlich absetzbar bei Vermietung)

Mehr: BAFA und KfW Förderung 2026 | Modernisierung für Wertsteigerung | GEG erklärt.

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