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REITs: Mit Immobilien-Aktien indirekt in Immobilien investieren

REITs (Real Estate Investment Trusts) ermöglichen Immobilieninvestments ab wenigen Hundert Euro. Wie REITs funktionieren, welche Renditen realistisch sind und wie sie sich zu direkten Immobilien verhalten.

REITs: Mit Immobilien-Aktien indirekt in Immobilien investieren

Was sind REITs?

REITs (Real Estate Investment Trusts) sind börsennotierte Unternehmen, die Immobilien besitzen, verwalten und vermieten. Sie müssen mindestens 90 % ihrer Erträge als Dividende ausschütten — und zahlen dafür auf Unternehmensebene keine Körperschaftsteuer (in den USA und den meisten REIT-Ländern). Das macht sie zu einem effizienten Vehikel für Immobilieninvestments.

In Deutschland wurde das G-REIT (German REIT) 2007 eingeführt — mit der Einschränkung, dass Wohnimmobilien ausgeschlossen sind. International — vor allem über US-REITs und ETFs — haben Anleger Zugang zu einem breiten Spektrum.

REITs vs. direkte Immobilie: Der Vergleich

REITs: Mit Immobilien-Aktien indirekt in Immobilien investieren
KriteriumREIT / Immobilien-ETFDirekte Immobilie
MindesteinstiegAb 50 € (ETF-Sparplan)50.000 € Eigenkapital+
LiquiditätTäglich handelbarMonate bis Jahre
VerwaltungsaufwandKeinerHoch
Leverage möglichNur risikobehaftetJa, günstig über Kredit
Steuer (Dividende)25 % AbgeltungsteuerIndividueller Steuersatz
VolatilitätHoch (Börse)Niedrig (illiquid)
DiversifikationSehr hoch (global)Konzentriert (1–5 Objekte)

Welche REIT-Kategorien gibt es?

  • Residential REITs: Wohnimmobilien (USA, Großbritannien, Kanada)
  • Office REITs: Bürogebäude — unter Druck durch Home-Office-Trend
  • Retail REITs: Einkaufszentren — stark belastet durch E-Commerce
  • Industrial REITs: Logistik, Lagerhallen — starkes Wachstum durch E-Commerce
  • Data Center REITs: Rechenzentren — Profiteur von KI und Cloud
  • Healthcare REITs: Krankenhäuser, Pflegeheime, Ärztegebäude
  • Timber REITs: Forstimmobilien

REIT-ETFs: Die einfachste Variante

Wer nicht einzelne REITs analysieren will, investiert über einen globalen REIT-ETF. Populäre Optionen (kein Angebot, nur Beispiele für Research):

  • FTSE EPRA Nareit Global ETF — globaler REIT-Index
  • iShares Developed Markets Property Yield ETF
  • Vanguard Real Estate ETF (US-fokussiert)

REITs reagieren empfindlich auf Zinsen — steigende Zinsen erhöhen Finanzierungskosten und machen Dividendenrenditen weniger attraktiv. Das erklärt die Kursschwäche der REITs 2022–2023. Den direkten Vergleich mit Immobilien bietet unser Artikel Immobilien-ETF vs. direkte Immobilie.

Steuerliche Behandlung in Deutschland

REIT-Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % (plus Solidaritätszuschlag). Bei ausländischen REITs kann zusätzlich eine Quellensteuer anfallen, die teilweise angerechnet wird. Im Vergleich zur Besteuerung von Mieteinnahmen (persönlicher Steuersatz) sind REITs steuerlich oft günstiger — besonders für Hochverdiener.

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