Was ist eine Mietausfallversicherung?

Eine Mietausfallversicherung (auch: Mietrechtschutz mit Mietausfall, oder eigenständige Police) sichert Vermieter gegen ausbleibende Mietzahlungen ab. Sie übernimmt die entgangene Miete — in der Regel bis zu einem festgelegten Monatsbetrag und für einen begrenzten Zeitraum — wenn ein Mieter nicht zahlt.
Klingt sinnvoll. Aber in der Praxis sind Leistungsumfang und Ausschlüsse oft enttäuschend.
Was eine gute Police leistet
- Ersatz der Kaltmiete bei Mietrückstand (meist nach 2–3 Monaten Wartezeit)
- Maximale Laufzeit: oft 6–12 Monate
- Kostenübernahme Räumungsklage
- Ggf. Renovierungskosten nach Mieterschäden
Typische Ausschlüsse
- Mietausfall bei Leerstand (kein Mieter vorhanden)
- Ausfall durch selbst verschuldete Kündigung
- Zahlungsausfall bei bekannter Bonität des Mieters (vorher nicht geprüft)
- Wartezeiten von oft 3–6 Monaten nach Vertragsabschluss
Was kostet die Mietausfallversicherung?
| Jahresmiete | Typische Jahresprämie | Prämienquote |
|---|---|---|
| 12.000 €/Jahr | 300–600 € | 2,5–5 % |
| 18.000 €/Jahr | 450–900 € | 2,5–5 % |
Die Alternative: Gute Mieterauswahl
Die effektivste Absicherung gegen Mietausfall ist eine sorgfältige Mieterauswahl:
- Schufa-Auskunft des Bewerbers einholen (mit Zustimmung)
- Einkommensnachweise prüfen (3 Nettomieten Einkommen als Minimum)
- Vorige Vermieter kontaktieren
- Kaution maximal ausschöpfen (3 Nettokaltmieten)
In der Praxis gilt: Wer die Mieterauswahl sorgfältig betreibt, braucht selten eine Mietausfallversicherung. Für Vermieter mit mehreren Einheiten oder risikoreichen Mietern kann sie sinnvoll sein. Mehr zur Vermieterstrategie: Immobilien selbst verwalten.