Wie groß ist der Mangel wirklich?

Das Pestel-Institut schätzt den Wohnungsfehlbestand auf 700.000–900.000 Einheiten (2026). Der Bundesverband der Deutschen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (GdW) spricht von strukturellem Neubaubedarf von 400.000 Wohnungen/Jahr — tatsächlich fertiggestellt: unter 300.000.
Ursachen
- Baukostenstieg: +70 % seit 2015 (Material, Energie, Löhne)
- Bürokratie: Durchschnittliche Baugenehmigungsdauer 4–7 Jahre
- Fachkräftemangel im Baugewerbe
- Flächenmangel in Ballungsräumen
- Hohe Zinsen schreckten Bauträger 2022–2023 ab
Folgen für Mieten und Kaufpreise
Knappes Angebot treibt Mieten. Neuvermietungsmieten stiegen 2023–2026 in den Top-7-Städten um 10–20 %. Das schlägt sich auch in Kaufpreisen nieder — Preisboden ist eingebaut.
Für Investoren
Struktureller Mangel = strukturell stabile Nachfrage. Leerstandsrisiko in Ballungsräumen bleibt niedrig. Mietpreistrend langfristig aufwärts.